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Die COPD Kohortenstudie

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© Walter Reich/www.pixelio.demagnifier
In Deutschland existiert bislang keine hinreichend große und umfassende Datenbasis, die es erlauben würde, den Verlauf der COPD hinsichtlich Komorbidität und systemischen Faktoren im Detail zu untersuchen. Die verfügbaren Studien sind entweder Querschnittsuntersuchungen in großen Kollektiven oder Longitudinalstudien in relativ kleinen Kollektiven.

29 Studienzentren mit 2.741 Patienten
Im Zentrum von COSYCONET steht deshalb eine groß angelegte Kohortenstudie, deren primäres Ziel es ist, die Bedeutung extrapulmonaler Organmanifestationen und Störungen für den Verlauf der COPD zu quantifizieren. Bundesweit beteiligen sich 29 Studienzentren, die Koordination obliegt dem Universitätsklinikum Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Vogelmeier. In die Studie aufgenommen wurden 2.741 Patienten, von denen 8% den Schweregrad I, 35% den Schweregrad II, 32% den Schweregrad III und 9% den Schweregrad IV gemäß den GOLD-Richtlinien aufweisen. 16% konnten keiner GOLD Kategorie zugeordnet werden oder entsprachen der früheren GOLD 0 Kategorie.
Die Studienzentren rekrutierten zwischen 50 und 250 Patienten. Nach vorgegebenen Ein- bzw. Ausschlusskriterien erfolgte die Rekrutierung in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Pneumologen aus der Umgebung eines jeden Studienzentrums. Darüber hinaus unterstützten aber auch Selbsthilfeorganisationen die Rekrutierungsarbeit, flankiert von begleitender Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Fünf Visiten mit umfassendem Untersuchungsspektrum
Die Patienten nahmen in den Studienzentren an einer Einschlussvisite und vier Nachbeobachtungen nach 6 bzw. 18, 36 und 54 Monaten teil, letztere sind noch nicht abgeschlossen. An allen Visiten erfolgt das identische umfangreiche Untersuchungsprogramm, das neben der Prüfung der Lungenfunktion auch das individuelle Muster der Komorbiditäten wie Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Osteoporose, den metabolischen und mentalen Status sowie die körperliche Leistungsfähigkeit und Aktivität umfasst. Ein unkompliziert gehaltener Fragebogen wird den Patienten bereits eine Woche vor der Visite zum Ausfüllen zugesandt, um den zeitlichen Aufwand pro Visite bei den meisten Patienten auf 4 Stunden zu beschränken.

In die bestehende Therapie wird nicht eingegriffen, es kommen auch keine medikamentösen oder anderweitigen Interventionen zur Anwendung. Die im Verlauf der Studie gewonnenen Informationen werden jedoch den behandelnden Pneumologen oder Hausarzt für die medizinische Betreuung ihrer Patienten zur Verfügung gestellt.

Von der nationalen COPD-Kohorte versprechen sich alle beteiligten Kliniker und Forscher sowie das BMBF wesentliche Aufschlüsse über das klinische Profil der COPD in Deutschland. Die Etablierung der Kohorte ist zudem Voraussetzung eines weiteren Follow-up und der Analyse spezifischer Phänotypen der Erkrankung.
 

Projektleiter

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Prof. Dr. med. Claus Vogelmeier
Philipps-Universität Marburg
Abteilung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie
Anschrift: Baldingerstraße
35043 Marburg
Telefon: 06421 5866451
Fax: 06421 5868987
E-Mail: 

Co-Investigator

Prof. Dr. med. Tobias Welte
Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Pneumologie
Anschrift: Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Telefon: 0511 5323531
Fax: 0511 5323353
E-Mail: 

Co-Investigator

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals
Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für innere Medizin V, Pneumologie
Anschrift: Kirrberger Straße 1
66424 Homburg/Saar
Telefon: 06841 1623600
Fax: 06841 1623602
E-Mail: 

Co-Investigator

Prof. Dr. Armin Koch
Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Biometrie
Anschrift: Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Telefon: 0511 5324419
Fax: 0511 5324295
E-Mail: 

Co-Investigator

PD Dr. rer. nat. Rudolf A. Jörres
Ludwig-Maximilians-Universität
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Anschrift: Ziemsenstraße 1
80336 München
Telefon: 089 440052466
Fax: 089 440053957
E-Mail: 

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